4. Tag: Monterosso – Sestri Levante, 54 km, 1120 Hm

Unser Plan für heute: Zugfahrt nach Monterosso al Mare und von dort radeln bis Sestri Levante! Somit spritzen wir schweren Herzens einen Teil der Küstenstraße, der Strada Provinciale dei Santuari, hoch oben über den Dörfern.

Die Zugverbindung zwischen den fünf Dörfern ist sehr gut ausgebaut und die Züge verkehren auch in relativ kurzen Zeitabständen! Fahrräder können ohne Probleme mitgeführt werden!

Vom Bahnhof Monterosso müssen wir ca. einen Kilometer in die Gegenrichtung und durch einen Tunnel radeln, um nach Monterosso al Mare zu gelangen, das wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollen. Der Flair und die Lokale des Ortes hauen uns aber nicht vom Hocker und wir beschließen, den Frühstücks-Kaffee woanders einzunehmen. Eine seeehr gute Entscheidung aus heutiger Sicht!!

Nach dem Tunnel, also gleich beim Bahnhof von Monterosso, eröffnet sich uns eine zauberhafte Strandpromenade mit Ausblick auf einen menschenleeren Fels-Kiesstrand…

Wir sind verzaubert…

Hier, also gleich unterhalb des Bahnhofs von Monterosso, ist der perfekte Ort für den ersten Kaffee des heutigen Tages!

Von Monterosso klettern wir die Via Padre Semeria bis zum Monte Molinelli (398m) hinauf und haben, wie man sieht, jede Menge Spaß dabei! Die Straße ist quasi autofrei und bietet immer wieder phantastische Ausblicke!

Die Strapazen werden mit diesem Blick über die Hügel und das Meer belohnt!

Wir erreichen den höchsten Punkt am Monte Molinelli!

Die Abfahrt beginnt mit einem Tunnel…

Wir genießen eine herrliche Abfahrt, die über perfekten Asphalt an den Bergdörfern Legnaro und Chiesanuova vorbeiführt.

In Levanto denkt Karin wieder einmal voraus!! Es könnte ja sein, dass wir im Laufe des Tages Hunger bekommen… Danke, liebe Freundin!!

In Levanto beginnt wieder ein Radweg!

Die alte Bahntrasse wurde hier zu einem wunderschönen Radweg mit zahlreichen Tunnels umgebaut.

So traumhaft schön, dass ich mich von keinem Foto trennen kann!

Die folgenden Fotos sind auf der Strecke zwischen Levanto und Framura geschossen worden und sollen dem Radler/der Radlerin einen kleinen Eindruck dieses herrlichen Streckenabschnittes verleihen.

Das Schild „strada chiusa“ in Bonassola ist wohl für Autos gemeint, denn der Radweg ist ungehindert befahrbar!

Beim Bahnhof von Framura ist die Herrlichkeit leider vorbei. Von hier aus verkehren wieder die Züge und ob eine Radverbindung bis Sestri Levante gebaut wird, ist fraglich… Aufgrund eines defekten Aufzuges müssen wir unsere Räder über viele Stufen hinuntertragen, um auf die richtige Straße zu gelangen…

Wir schieben unsere Räder unter der Brücke durch und keuchen dabei den Berg hinauf. Es ist zu steil zum Treten…

Extrem steil geht es den Berg hinauf nach Framura.

Im ausgestorbenen Bergdörfchen Costa machen sich Karins Köstlichkeiten wieder einmal bezahlt!! Herrliches Plätzchen, herrlicher Ausblick, herrliche Radicchio-Wraps!! Wir futtern, was das Zeug hält und kommen, nach dem mühsamen Aufstieg, langsam wieder zu Kräften…

Ich würde sagen: Ein perfekter Rastplatz!!

Nach kurzer Abfahrt geht es auch gleich wieder bergauf… Der beschwerlichste Berg liegt ja noch vor uns!

Auf einer einsamen Straße ohne Namen strampeln wir uns den Monte Salto del Cavallo (643m) hinauf.

Am Wegesrand entdecken wir sonderbare Bäume mit köstlich schmeckenden Früchten, die aussehen, wie eine Mischung aus Erdbeeren und Himbeeren, nur etwas größer. Wir beobachten Italiener, die sich welche pflücken. Sogleich machen wir es ihnen nach, akrobatische Übungen vollführend, um zu den Früchten zu gelangen… Laut Chat GPT handelt es sich um den westlichen Erdbeerbaum, auf Italienisch „Corbezzolo“ genannt.

Seltener Anblick: aufgesprungener Asphalt!

Wir erreichen endlich den höchsten Punkt des heutigen Tages, den Passo del Brácco, der bei Zweiradfahrern anscheinend sehr beliebt ist. Oben angekommen verspüren wir das unbändige Bedürfnis, ein Foto von und in Luigis „Ape“ zu schießen… Er willigt amüsiert ein und überlässt uns sein Fahrzeug1

Eine ausgedehnte Abfahrt bis Bargonasco liegt nun vor uns.

Wir überschreiten die Provinzgrenze von Genua und nehmen dann den Radweg von Casarza Ligure entlang des Torrente Petronio.

Von Osten kommend schneiden wir über die Via Nazionale in Sestri Levante ein und bemerken, dass heute der 31. 10. ist, Halloween-Tag!

Der Ort liegt an einer kleinen Landzunge und ist mit zwei Stränden gesegnet, der Baia delle Favole und der Baia del Silenzio.

Impressionen vom kleineren der beiden Strände von Sestri Levante, der Baia del Silenzio.

Wir genehmigen uns ein Getränk in der Citto Beach Bar direkt am Strand!

Spontan finden wir ein nettes B&B namens „Portobello“. Der Inhaber freut sich sichtlich über die zwei österreichischen Radfahrerinnen, oder doch nur über eine von ihnen…? Karin ist ihm irgendwie suspekt, er ihr aber auch… Ich habe da weniger Berührungsängste, wie man sieht…

Ein anstrengender, aber wundervoller Tag neigt sich dem Ende zu und wir sagen zufrieden…

BUONA NOTTE!

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